Städte, Landschaften und Kultur

Montecatini Terme

Wie sich bereits am Namen erkennen lässt, ist Montecatini Terme für sein Heilbad bekannt. Die 20.000 Einwohner große Stadt in der Provinz Pistoia ist zugleich der größte Kurort der Toskana. Der im 8. Jahrhundert gegründete Ort stand in seiner wechselvollen Geschichte unter der Herrschaft der Städte Lucca, Florenz und Siena.

Die heilenden Quellen entfalten ihre wohltuende Wirkung, von der sich Jahr für Jahr bis zu zwei Millionen Besucher aus aller Welt überzeugen, sowohl bei inneren und äußeren Beschwerden. Heute gibt es in Montecatini Terme neun Badeanlagen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. Den Thermalbädern schließt sich ein weitläufiger Park an, der zum Flanieren einlädt. Auch ein Aufstieg bzw. eine Fahrt mit der Seilbahn auf den über den Ort ragenden Montecatini Alto lohnt sich. Von dem Hügel hat man eine herrliche Aussicht auf Montecatini Terme und auf der hübschen Piazza Giuseppe Giusti kann man entspannt in einem der Cafés den Nachmittag genießen.

Abends kann man den Tag in einem der kleinen, urigen Bars und Kneipen mit Live-Musik, die sich im Ortskern befinden, gemütlich ausklingen lassen.

Lucca

Lucca ist eine mittelalterlich historisch bedeutende und auch kulturell sehr geprägte Kleinstadt inmitten der Toskana. Die antiken Wurzeln von Lucca gehen bis in die vorrömische Zeit der Etrusker ins 8. Jahrhundert vor Christus zurück. Ab dem 3. Jahrhundert vor Christus bis ins Mittelalter entstand die Stadtmauer, die in mehreren Kreisen errichtet wurde und den antiken Stadtkern umfasst. Reste der Stadtmauer aus vorrömischer Zeit sind noch heute in via Girolamo, via Beccheria, S. Lucia und via del Moro zu erkennen. Die heutige Stadtmauer stammt im Wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert und ist über 4 km lang, auf ihr kann man bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad Lucca umkreisen. Der Stadtkern ist römisch-mittelalterlicher Architektur, das römische Forum befand sich in Piazza San Michele.

Der historische Stadtkern von Lucca mit der charakteristischen Architektur und den zahlreichen Türmen und antiken Kirchen hat seinen mittelalterlichen Charakter auf wunderbare Weise bewahrt. Dazu kommen die schönen Stadthäuser aus der Renaissance.

Das Anfiteatro auf der gleichnamigen Piazza dell'Anfiteatro wurde auf den Ruinen eines römischen Amphitheaters errichtet, In der Römerzeit befand es sich außerhalb der Stadtmauern.

Stadtrundgang Lucca:

Vorbei an Piazza Anfiteatro führt Via Fillungo, eine typisch mittelalterliche Straße mit ihren kleinen antiken Läden, den "botteghe". Sie durchquert fast den gesamten Stadtkern und an einigen Stellen scheint es, dass sich die hohen Häuser berühren. Das Stadtbild von Lucca wird durch die imposanten Türme geprägt. Die reiche Luccheser Familie Guinigi ließ im 14. Jahrhundert einen 44 m hohen Turm bauen, der den Namen Torre Guinigi trägt und einer der letzten erhaltenen der 250 Türme des mittelalterlichen Lucca ist.

Torre Guinigi:

Auf die Torre Guinigi führen 230 Stufen und nach dem Aufstieg wird der Besucher auf der kleinen mit Bäumen bewachsenen Plattform mit einem wunderschönen Ausblick über die roten Dächer Luccas und die Hügellandschaft der Toskana belohnt. Von hier oben aus zu bewundern ist die Torre delle Ore, ein Glockenturm der bereits 1390 genutzt wurde, um den Bürgern von Lucca die Zeit anzuzeigen. Von Lambruccio Cerlotti wurde die mechanische Uhr konstruiert, dessen Mechanismus 1752 erneuert wurde. Nach 207 Stufen kann man den immer noch funktionierenden Mechanismus der Turmuhr ansehen.

Die Stadtmauern von Lucca:

Wenn Sie die Stadt Lucca betreten möchten, müssen sie durch eines der 6 Tore der imposanten Stadtmauer schreiten. Einen Spaziergang auf diesem begrünten Bauwerk sollten sie nicht missen, denn von dort eröffnet sich einem ein grandioser Blick über die roten Dächer der Altstadt auf die malerischen Silhouetten des Apennin. An einigen Stellen ist es auch möglich die Stadtmauer bei einer Kutschfahrt kennenzulernen.

Die heutige Promeniermeile wurde ursprünglich als Schutzwall angelegt. Schon zur Zeit der Römer gab es einen ersten Schutzwall mit 4 Toren. Aber erst in der Zeit von 1504 bis 1645 wurde er von flämischen Ingenieuren auf seine jetzige Größe erweitert. 12 Meter hoch und im Fundament 30 Meter stark schützte die ca. 4 km lange Mauer die Altstadt. Mit 126 Kanonen ausgerüstet, musste Sie zwar nie zur Stadtverteidigung zum Eingriff kommen, war bei der Überschwemmung des Serchio aber ein schützender Segen für die Luccaner.

Dass der Mauerring heute eine gepflegte Parkanlage ist, verdankt sie Maria Luisa von Bourbon, der Herzogin von Parma, die zwischen 1823 und 1832 eine großflächige Bepflanzung mit verschiedensten Baumarten veranlasste.

Wenn Sie im Herbst in Lucca sind, sollte Sie sich das Spektakel auf den Wiesen direkt unter der Außenmauer nicht entgehen lassen, wenn dort Golfturniere ausgefochten werden.

Florenz

Florenz in Italien, Hauptstadt der Toskana, Zentrum einzigartiger Renaissance-Kunst und beeindruckender Bauwerke wie dem weltbekannten Duomo.....

Florenz in Italien, die Hauptstadt der Toskana, ist mit knapp 370.000 Einwohnern zugleich größter Ort der Region. Bekannt ist die Stadt wegen ihrer kunsthistorischen Bedeutung: Werke der berühmten Künstler Michelangelo, Raffael und Rubens sind in Florenz zu sehen. Aber auch als Finanzzentrum hat Florenz bereits seit Jahrhunderten internationale Bedeutung erlangt. Wer durch die historische Altstadt von Florenz spaziert, wandelt auf den Spuren der Geschichte, der römischen und der italienischen Geschichte. Auf engstem Raum sind hier zahlreiche imposante Kirchen, Sehenswürdigkeiten und kunsthistorisch bedeutende Werke zu bewundern. Bereits 1982 wurde die Altstadt in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Der folgende kleine Stadtrundgang kann somit nur einen Ausschnitt der sehenswerten Attraktionen bieten - am besten ist es, die Altstadt von Florenz auf eigene Faust zu erkunden.

Den Anfang macht im Zentrum der Altstadt der Duomo Santa Maria del Fiore, dem Florenzer Dom mit seiner berühmten Kuppel, die zur Zeit ihrer Errichtung als Meilenstein gefeiert wurde. Doch auch der Besuch des Glockenturms Campanile, dessen Vollendung auf Giotto di Bondone zurückgeht, lohnt sich. Wer die 414 Stufen erklommen hat, dem bietet sich ein herrliches Panorama über die Stadt. Von der Piazza del Duomo folgt man der Via de' Calzaiuoli gen Süden zum Ufer des Arno. Dort befindet sich die Galleria degli Uffizi, ursprünglich das Verwaltungsgebäude der Medici und heute eines der berühmtesten Museen der Welt. Francesco de' Medici sammelte dort die Kunstwerke der Familie. Heute kann dort u.a. Boticellis "Geburt der Venus" bewundert werden. Über die pittoreske Brücke Ponte Vecchio, die den Arno überquert, geht es zum Palazzo Pitti, in dem u. a. Kunstwerke von Raffael, Rubens, del Sarto und Tizian ausgestellt werden.
Der Lungarno Torrigani am Arnoufer folgend geht es über die Brücke Ponte alle Grazie zum Museo Nazionale del Bargello, das bedeutende Skulpturen Michelangelos, Donatellos und Cellinis beherbergt. Abschluss des kurzen Stadtrundgangs bilden die beiden gotischen Kirchen Basilica di San Lorenzo mit Michelangelos Treppe zur Biblioteca Laurentiana und die Basilica di Santa Maria Novella mit der Spanischen Kapelle, die sich zwischen der Piazza del Duomo und dem Stazione Centrale befinden. Krönenden Abschluss bietet der Besuch der Galleria dell' Accademia, in der Michelangelos David zu sehen ist, eines der Meisterwerke der Renaissance aus dem frühen 16. Jahrhundert.
 
Die Geschichte von Florenz
Bereits etwa 800 v. Chr. wurde die Gegend von den Etruskern besiedelt. Der Name Florenz geht auf die Römer zurück, die eine Siedlung Florentia (die Blumige) nannten. Besondere Bedeutung erlangte Florenz während der Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert, als berühmte Künstler und Wissenschaftler wie Leonardo da Vinci, Galileo Galilei und Michelangelo sich in der Stadt niederließen. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich Florenz zum Handels- und Finanzzentrum. Die Medici, die durch Kreditgeschäfte an Einfluss gewann, regierte und prägte die Stadt, wie keine andere Familie. Auf sie geht u.a. die Restauration der Basilica di San Lorenzo und die Vollendung des Doms Santa Maria del Fiore zurück.
Ab 1865 war Florenz für kurze Zeit Hauptstadt von Italien, ehe 1871 Rom zur Hauptstadt von Italien erklärt wurde. In den folgenden Jahren baute Florenz seine Stellung als wichtiger Wirtschafts- und Handelsstandort Italiens aus und der Tourismus gewann an Bedeutung.

Pisa

Die für ihren Schiefen Turm bekannte Hauptstadt Pisa der gleichnamigen Provinz Pisa liegt an der Mündung des Arno ins Mittelmeer. Von den etwa 90.000 Einwohnern sind fast die Hälfte Studenten, die Pisa in den Abendstunden ein belebtes Ambiente verleihen. Ihre Blütezeit erlebte die von den Griechen gegründete Stadt im Mittelalter, als sie zur reichsten und mächtigsten der vier Seerepubliken Italiens aufstieg. Berühmteste Persönlichkeiten Pisas sind der Naturwissenschaftler und Astronom Galileo Galilei und der Mathematiker Fibonacci.

Der Schiefe Turm von Pisa

Das Wahrzeichen Pisas ist der Schiefe Turm, dessen Neigung jährlich unzählige Besucher in die Stadt lockt. Der Schiefe Turm ist der Glockenturm des Doms und wurde vom 12. bis zum 14. Jahrhundert errichtet. Da der weiche Untergrund schon kurz nach Baubeginn nachgab, versuchte man, durch architektonische Maßnahmen beim weiteren Bau die Schieflage auszugleichen. Daraus resultiert die heutige Bananenform des Turms. Nach umfangreichen Stabilisierungsmaßnahmen in den 1990ern ist der Turm mittlerweile wieder für Besucher freigegeben. Der Aufstieg auf dieses einzigartige Bauwerk lohnt sich auf jeden Fall!

Der Besuch des wahrscheinlich berühmtesten Bauwerks der ganzen Region ist einer der Höhepunkte eines Toskanaurlaubs: Der Schiefe Turm, im italienischen La Torre Pendente, steht auf der Piazza del Duomo und ist das Wahrzeichen Pisas. Seine Schieflage zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher in seinen Bann. Zur Zeit seiner Entstehung war Pisa noch eine der mächtigsten Seerepubliken in Italien, und diese Übermacht sollte durch ein imposantes Bauwerk unterstrichen werden, für das renommierte Architekten engagiert wurden. Das als Glockenturm (Campanile) des Doms geplante Bauwerk begann allerdings schon wenige Jahre nach seinem Baubeginn 1173, sich zur Seite zu neigen. Die Bauarbeiten mussten daraufhin ausgesetzt werden - zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal drei Stockwerke fertiggestellt. Etwa hundert Jahre wurde der Bau fortgesetzt: Die folgenden vier Stockwerke wurden schräg aufgesetzt, in der Hoffnung, die Schieflage ein wenig auszugleichen. Aus dieser Bauweise resultiert die heutige Bananenform des Gebäudes. Fertiggestellt wurde der Turm nach einer weiteren Unterbrechung erst im Jahre 1372, also fast zweihundert Jahre nach der Grundsteinlegung. Die ursprünglich angestrebte Höhe von hundert Metern wurde weit verfehlt, wegen der Schieflage wurde nur bis zu einer Höhe von 55 Metern gebaut.

Grund für das Absinken des Turmes an der Südseite ist der weiche Untergrund, der größtenteils aus Schlamm und Morast besteht und der unter dem Druck des massiven Marmorgebäudes nachgibt. Die Neigung verstärkte sich in den folgenden Jahrhunderten bis auf über 5 Grad, so dass der Turm zu kippen drohte und deswegen in den 1990ern für Besucher gesperrt werden musste. Nach langen Beratungen, wie der einsturzgefährdete Turm zu retten sei, konnten stabilisierende Maßnahmen getroffen werden, die die erwünschten Effekte zeigten und die Neigung um vierzig Zentimeter reduzieren konnten, so dass der Turm seit 2001 wieder für Besucher freigegeben ist. Wer einen Aufstieg aus zeitlichen Gründen nicht schaffen sollte, muss jedoch nicht beunruhigt sein: Durch die Stabilisierungsmaßnahmen ist der Turm für die nächsten dreihundert Jahre gesichert und kann somit auch noch beim nächsten Aufenthalt in der Toskana besichtigt werden.

Siena

Siena ist der Name einer Stadt mit 53.772 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) und eines früheren Stadtstaates im Zentrum der italienischen Toskana.

Schon im Mittelalter war Siena, aufgrund seiner günstigen strategischen Lage an den wichtigsten Handelswegen, eine der mächtigsten Städte Mittelitaliens, was sie natürlich in einen starken politischen und wirtschaftlichen Kontrast zu Florenz brachte. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit wechselndem Ausgang waren denn auch die Folge, bis die Stadt im Jahr 1555 endgültig ihre stolz verteidigte Unabhängigkeit verlor und Teil des von den Medici in Florenz beherrschten Großherzogtums Toskana wurde. Heute ist die Stadt eine der touristischen Hauptanziehungspunkte der Toskana.

Siena gilt als eine der schönsten Städte der Toskana und Italiens. Schon von jeher befindet sie sich in Rivalität mit Florenz, in politischer, wirtschaftlicher oder künstlerischer Hinsicht. Während Florenz als Paradebeispiel einer Renaissance-Stadt vor allem durch die schiere Masse und Größe seiner Bauwerke und Kunstwerke beeindruckt, hat Siena den mittelalterlichen Charakter der italienischen Gotik erhalten. Die historische Altstadt gehört seit 1995 zum UNESCO-Welterbe. Die Universität Siena, gegründet 1240, gehört zu den ältesten Universitäten Italiens und wird heute von etwa 20.000 Studenten besucht. Aus Siena stammt die Heilige Katharina von Siena.
Siena ist auch bekannt für den Palio di Siena, ein Pferderennen, das am zentralen Platz Piazza del Campo ausgetragen wird. Bei dem Rennen, das seit dem Mittelalter eine sehr große Bedeutung für Siena hat, treten zweimal im Jahr jeweils zehn der 17 Bezirke (Contrade) der Stadt gegeneinander an.

Siena ist Sitz der Banca Monte dei Paschi di Siena, der ältesten noch existierenden Bank der Welt, die gleichzeitig drittgrößte Bank Italiens ist.

Was man in Siena sehen sollte:

  • die Piazza del Campo im Zentrum der Stadt, einer der schönsten Plätze Italiens
  • den Palazzo Pubblico (Rathaus) an der Piazza del Campo, gebaut 1298-1310
  • den Torre del Mangia (Turm des Palazzo Pubblico), 102 m hoch, man kann ihn besteigen und wird für seine Mühe mit einer herrlichen Aussicht über die Stadt belohnt
  • das Museo Civico im Innern des Palazzo Pubblico
  • dem Dom Santa Maria (13.-14. Jahrhundert)
  • das Ospedale Santa Maria della Scala, das im Jahr 1000 gegründete Pilgerhospiz, gegenüber vom Dom
  • die drei wichtigsten Straßen zum Bummeln und Einkaufen: Via Banchi di Sopra, Via Banchi di Sotto und Via di Città
  • die Kirche San Domenico
  • die alte Festung Santa Barbara der Medici mit der Enoteca Italiana, für die Weinkenner ein absolutes Muss
  • die Piazza Salimbeni mit dem Palast des Monte dei Paschi, der ältesten Bank der Welt

Am 2. Juli und am 16. August: der Palio, das historische Pferderennen auf der Piazza del Campo (siehe oben)

Volterra

Die Stadt Volterra befindet sich in der Provinz Pisa und gehört somit zur Region Toskana. Volterra besitzt etwa 10 700 Einwohner und gilt mit ihrem spektakulären landschaftlichen Umfeld als eine der schönsten Städte in der Toskana. Pisa ist etwa 50 Kilometer entfernt und die Mittelmeerküste befindet sich in einer Distanz von etwa 48 Kilometer. Der Kern der heutigen Stadt liegt abgeschieden auf einem 550 Meter hohen Bergrücken über dem Tal der Cecina (Val di Cecina) inmitten einer kargen, zerfurchten Hügellandschaft. Die Felsabbrüche und Geröllhalden (Balze) sind das Produkt jahrhundertelanger Erosion. Das Gebiet Le Balze im Nordwesten Volterras vermittelt einen beispielhaften Eindruck dieses Phänomens.

Die Stadt Volterra wird beherrscht von einer heute als Staatsgefängnis benutzten Festung der Medici, der Fortezza Medicea. Volterra ist vor allen Dingen bekannt für seine Alabasterverarbeitung. Die Stadt besitzt zwei Ortsteile - Saline di Volterra (hier wird Salz abgebaut) und Villamagna. Zu den Nachbargemeinden zählen Casole d’Elsa, Colle di Val d’Elsa, Gambassi Terme, Lajatico, Montaione, Montecatini Val di Cecina, Peccioli, Pomarance und San Gimignano mit den bedeutenden Geschlechtertürmen. Interessant sind die vielen archäologischen Funde aus etruskischer Zeit, aus der römischen Epoche und dem Mittelalter.

Sehenswürdigkeiten:

Volterra Chiesa di San Michele

Architektonische und künstlerische Zeugnisse der verschiedenen Epochen zeugen von der wechselvollen Existenz und Bedeutung der Stadt. Einige der etruskischen Nekropolen und mittelalterlichen Kirchenmauern sind jedoch in der Vergangenheit der Erosion zum Opfer gefallen. Am Hauptplatz der Stadt, der Piazza dei Priori, steht der älteste erhaltene Kommunalpalast der Toskana, der Palazzo dei Priori. Von der etruskischen Stadtmauer ist als einziges Tor die Porta all’Arco gut erhalten. Es stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Im äußeren Bogen sind drei verwitterte Köpfe zu erkennen, deren Bedeutung aber umstritten ist. Außerhalb der mittelalterlichen Porta Fiorentina liegt das Teatro Romano.

Andere historische öffentliche Gebäude sind der Dom Santa Maria Assunta aus dem frühen 12. Jahrhundert mit einer Kassettendecke und mit Granit vortäuschender Stuckverkleidung der Säulen sowie etlichen künstlerisch hochrangigen Ausstattungsstücken; das oktogonale Baptisterium mit einem Taufbecken von Andrea Sansovino; der auf Privatpaläste und Wohntürme aus dem 12. und 13. Jahrhundert zurückgehende Palazzo Pretorio sowie der als Gefängnis dienende Torre del Porcellino; und schließlich der zu den prachtvollsten Gebäuden Volterras gehörende Palazzo Incontri-Viti. Unter den Kirchen sind zu nennen die spätromanische Chiesa S. Michele sowie die Kirchen S. Francesco, S. Lino und S. Girolamo mit Bildern und Skulpturen aus der Schule von Florenz.

Von besonderer Bedeutung ist das archäologische Museo Etrusco Guarnacci im Palazzo Desideri Tangassi. Guarnacci (1701 - 1785), ein vielseitig interessierter Gelehrter, widmete seine Studien der antiken Geschichte. Dabei konnte er durch Ankäufe und Ausgrabungen eine ansehnliche Menge Belegmaterial über die etruskische Zivilisation sammeln. Ein bedeutender Teil der Sammlung umfasst Ascheurnen sowie Stücke aus Bronze und Keramik. Die Urnen bestehen aus Tuffstein, Alabaster und Tonerde. Eine der bekanntesten ganz Etruriens ist die „Urna degli Sposi“ (Urne der Brautleute), auf deren Deckel ein Paar beim Festmahl liegend dargestellt ist. Das bedeutendste Stück der Sammlung ist jedoch die Bronzefigur Ombra della Sera (Abendschatten).

Arezzo

Arezzo ist Hauptstadt der Provinz Arezzo (AR) und zählt etwa 100.000 Einwohner. In der mittelalterlichen Altstadt finden sich viele sehenswerte Gebäude und Plätze.

In der überschaubaren mittelalterlichen Altstadt lässt es sich gut spazieren und bummeln, es gibt viel zu sehen, man kann gut einkaufen und sich dazwischen in einem der zahlreichen Bars und Cafés stärken und rasten. Besonders beachtenswert und zentral gelegen ist die abfallende Piazza Grande mit der Kirche Santa Maria dell Pieve und dem Palazzo delle Logge am höchsten Punkt des Platzes mit seinen schönen Renaissance-Arkaden.

Die von aussen völlig unscheinbare Kirche San Francesco beherbergt berühmte Fresken von Pietro della Francesca aus dem 15. Jh. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind der Dom San Donato, das Diözesan- und das Archelogiemuseum.

Ein besonderes buntes Highlight findet jeden ersten Sonntag im Monat statt: der älteste und größte Antiquitätenmarkt Italiens.

Montepulciano

Die malerische Kleinstadt Montepulciano dürfte vor allem Weinkennern und Musikliebhabern ein Begriff sein.......

Die von den Etruskern schon im 8. vorchristlichen Jahrhundert gegründete idyllische Stadt mit ihren 14.000 Einwohnern liegt etwa 70 km südöstlich von Siena auf der Kuppe eines rund 600m hohen Hügels und ist auch heute noch von der mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Diese herausragende Lage von Montepulciano bringt herrliche Aussichten in alle Richtungen mit sich.

Viareggio:

Viareggio ist perfekt für einen Urlaub, in dem man viel baden und schwimmen gehen möchte. Dieser Badeort hat ein stilvolles Ambiente und bietet alles, was ein Touristenherz begehrt. Unter den Badeorten der Versilia ist Viareggio, das über ca. 57.000 Einwohner verfügt, der eleganteste und "städtischste". Hier können Sie bestens entspannen und sich erholen. Viareggio ist ideal, um die Seele baumeln zu lassen, Akkus aufzuladen und den Alltagstrott zu vergessen.

  • Lage:
  • Viareggio befindet sich geografisch gesehen im Nordwesten der Toskana in Italien. Das Seebad liegt am so genannten Tyrrhenischen Meer. Außerdem ist es, wie schon erwähnt, in der Küstenlandschaft Versilia vor der Bergkette der Apuanischen Alpen situiert. Bis zum 18. Jahrhundert war es hier bis zur Trockenlegung übrigens sehr moorig. Besuchen Sie dort das Museum vom berühmten Puccini. Das Museum ist übrigens das damalige Privathaus dieses einzigartigen Musikers und Komponisten. Geführt wird es immer noch von seiner sehr alten, betagten Enkelin!

  • Sehenswürdigkeiten:

    Der Ort ist geprägt von wunderbaren Villen, Hotels und Cafés, die nach dem Brand 1917, der die Holzgebäude zerstörte, bis 1930 im typischen italienischen Jugendstil (stile liberty) und im Art déco entstanden. Berühmt ist der Karneval im Februar und März, bei dem Tausende von Maskierten und Wagen mit skurrilen, bunten Figuren auf der breiten Küstenpromenade entlangziehen.

    Der Kanal Burlamacca mit seinen Hafenanlagen ist heute wie in historischen Zeiten Bezugspunkt der Stadt; hier steht auch die Torre Matilde von 1544, das einzige alte Bauwerk, das Ausstellungen präsentiert. Nördlich schließt sich die ab dem Jahr 1824 entstandene Siedlung an. Am Beginn der 3 km langen Strandpromenade liegt der Parco d'Azeglio; auf der anschließenden Piazza Shelley erinnert eine Büste an den englischen Schriftsteller, der im Jahr 1822 vor Livorno bei einem Schiffbruch ums Leben kam.

  • Aktivitäten:
  • Im Palazzo Paolina, im Jahr 1820 für Napoleons Schwester Pauline Bonaparte erbaut, ist ein archäologisches Museum eingerichtet. An der Strandpromenade, beginnend mit dem Viale Manin, reihen sich die Bauten aus Jugendstil und Art déco - nur einige Highlights: Supercinema (1920), Magazzini Duilio 48, das Châlet Martini (der einzige Bau, der den Brand 1917 überstand), das grandiose Gran Caffe Margherita (1919), die Hotels Plaza, Grand Hôtel & Royal, Excelsior und Principe del Piemonte mit Badeanstalt von 1939. Der Park Pineta del Ponente ist ein Rest des ursprünglichen Pinienwaldes. Reizvoll ist ein Spaziergang auf der Mole, die 600 m weit ins Meer reicht.

    Montaione

    Werfen Sie einen Blick auf die acht Orte im Gebiet von Montaione, die in einer natürlichen Umgebung und einem landschaftlichen Kontext von unbestrittener Schönheit eingebettet sind, in dem die Zeit still zu stehen scheint.

    Noch heute erinnern die Namen einiger Orte, wie Castelfalfi, Barbialla, Collegalli, Mura, Alberi, Iano, Tonda, Santo Stefano, San Vivaldo und Sughera, an die Präsenz der alten Schlösser und Festungen, die die Reste einer glorreichen Vergangenheit aufbewahren. Wenn Sie Montaione erkunden, können Sie die Geschichte und Traditionen dieses Gebiets entdecken und finden dabei mit Gewissheit immer etwas Einzigartiges und Besonderes.

    Historischer Überblick:

    Obwohl es einen viel älteren Ursprung hat - in der Umgebung wurden etruskische und römische Spuren durch die archäologischen Funde von Nekropolen und Öfen in Poggio all'Aglione, Bellafonte, Iano und Castelfalfi bestätigt – wird Montaione zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahr 981 erwähnt, in dem es „Montacunni“ genannt wird. Da der Bereich unter der Zuständigkeit des langobardischen Allone, Signore di Lucca war, wurde der Name zuerst in „Mons Allonis“ und dann in Montaione korrigiert.

    Nach den barbarischen Invasionen wurden um die alten Ruinen neue Siedlungen aufgebaut, vor allem an Orten, die mehr Sicherheit boten, wie Paterno, Marrante, Sala und später im Schloss von Montaione, das mit zahlreichen Türmen ausgestattet und von massiven Mauern umgeben war.

    In einem Dokument aus dem Jahr 1118 wird die alte Kirche von San Regolo erwähnt, eine kleine Kirche außerhalb der Mauern von Montaione, welche die Funktion der Kirche in der Altstadt übernahm und vermutlich aus einer Zeit zwischen dem dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert stammte.
    Seit 1257 war es eine Gemeinde und beteiligte sich an den Kriegen zwischen San Gimignano, Volterra und San Miniato, dabei blieb Montaione hauptsächlich im Wirkungskreis der Stadt Florenz, der sich der Ort im Jahr 1369 unterwarf.

    Seit 1220 wird in Montaione die Glaskunst praktiziert, die sich später im gesamten Valdelsa verbreitete. Im achtzehnten Jahrhundert ordnete eine Mitteilung des toskanischen Großherzogs den Glasmachern von Montaione an, diese Kunst nur seinen Landsleuten zu lehren.

    Im Jahr 1880, zur Zeit der größten Ausdehnung erstreckte sich die Gemeinde Montaione über eine Fläche von etwa 187 Quadratkilometern und wies eine Bevölkerung von mehr als 9000 Einwohnern auf.
    Wie andere toskanische Dörfer am Land wurde Montaione viele Jahre lang von seinen Mauern geschützt; erst nach dem Zweiten Weltkrieg, der Elend und Zerstörung gesät hatte, wurde der Ort wiederaufgebaut und der urbanistische Aspekt verändert.Das Gebiet der Gemeinde Montaione hat seit Jahrhunderten eine typisch ländliche Wirtschaft beibehalten und trotz der Industrialisierung im Tal, die viele Arbeitskräfte aus dem Land weggeholt hatte, hat die Wirtschaft von Montaione in den letzten Jahrzehnten neue Impulse durch den Tourism